{"id":329,"date":"2013-11-15T17:05:02","date_gmt":"2013-11-15T16:05:02","guid":{"rendered":"http:\/\/german-book-translator.de\/?p=329"},"modified":"2013-12-08T14:53:03","modified_gmt":"2013-12-08T13:53:03","slug":"wild-and-free-traumberuf-uebersetzerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.german-book-translator.de\/index.php\/wild-and-free-traumberuf-uebersetzerin\/","title":{"rendered":"Wild and free! Traumberuf \u00dcbersetzerin?"},"content":{"rendered":"<p><em>In ihrer\u00a0<a title=\"Blogparade: Sprung ins Ungewisse\" href=\"http:\/\/s-kathe.com\/wordpress\/sprung-ins-ungewisse\/#comments\" target=\"_blank\">Blogparade \u201eSprung ins Ungewisse\u201c\u00a0<\/a>fragt meine Kollegin Sandra Kathe, wie andere freiberufliche \u00dcbersetzer den Start geschafft haben. Das bringt mich auf die Idee, meinen ersten Post zu diesem Thema auszubauen.<\/em><\/p>\n<p>Wie ich ganz konkret angefangen habe, findet sich in\u00a0<a title=\"B\u00fccher \u00fcbersetzen, Teil 1: Der erste Auftrag\" href=\"http:\/\/german-book-translator.de\/index.php\/ich-ubersetze-bucher-teil-1\/\" target=\"_blank\">Teil 1\u00a0<\/a>meiner Serie mit\u00a0Tipps f\u00fcr angehende Literatur\u00fcbersetzer.<\/p>\n<h3><strong>Lebe deinen Traum!<\/strong><\/h3>\n<p>Der Traum vom Freiberufler allerdings war \u00e4lter.<img decoding=\"async\" title=\"Weiterlesen \u2026\" alt=\"\" src=\"http:\/\/german-book-translator.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif\" \/>Viel \u00e4lter! <!--more-->Schon mit vier Jahren hatte ich zwei Berufw\u00fcnsche: Ich werde \u00c4rztin oder Schriftstellerin (und schreibe M\u00e4rchen oder exotische Geschichten). Einige Jahre sp\u00e4ter wollte ich als Verhaltensforscherin die Sprache der Tiere ergr\u00fcnden. Das waren lauter ausgesprochen selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeiten, und zum Gl\u00fcck kam niemand auf die Idee, mir meine Tr\u00e4ume auszureden.<\/p>\n<h3><strong>Plan B: Ich werde \u00dcbersetzerin<\/strong><\/h3>\n<p>Englisch (meine heutige Hauptarbeitssprache) w\u00e4hlte ich nach Klasse 12 ab; sonst h\u00e4tte ich kein Franz\u00f6sisch mehr belegen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem fand ich, dass ich bereits genug Englisch k\u00f6nnte. Als der ersehnte Medizin-Studienplatz auf sich warten lie\u00df, verschwand ich eine Woche nach der ersten Absage als Aupair nach England, denn ein etwas besseres Englisch w\u00fcrde ich als \u00c4rztin bestimmt brauchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach der n\u00e4chsten Absage und einem Winter an der irischen See, entwarf ich Plan B: Wenn ich schon keine \u00c4rztin werde, will ich einen Beruf, der gut mit Familie vereinbar ist und meinem Sprach- und Schreibtalent gerecht wird. Darum wollte ich nun \u00dcbersetzerin mit Schwerpunkt Medizin werden. Noch immer bewarb ich mich nebenher f\u00fcr Medizin, behielt aber zugleich meinen zweiten Traum, B\u00fccher \u00fcbersetzen, im Blick.<\/p>\n<h3><strong>Kleine, realistische Schritte<\/strong><\/h3>\n<p>\u201eDavon kann man aber nicht leben\u201c, hie\u00df es da. Also nahm ich nach dem Studium eine Festanstellung an. Die dort gesammelten Erfahrungen zu Organisation und Abl\u00e4ufen in einer ganz normalen Firma waren f\u00fcr mich sp\u00e4ter Gold wert.<\/p>\n<p>Parallel dazu blieb ich jedoch am Ball und bekam schlie\u00dflich bei einem gro\u00dfen Verlag einen Fu\u00df in die T\u00fcr. Doppeltes Gl\u00fcck: In den darauf folgenden Jahren kamen meine Kinder zur Welt, und dank der bisherigen Festanstellung war ich zumindest krankenversichert.<\/p>\n<h3><strong>Dann werden M\u00e4rchen wahr!<\/strong><\/h3>\n<p>Sandra fragt nach einem Erfolgsrezept f\u00fcr Krisenzeiten. In meinen Augen ist es der Mut, zu sich zu stehen, und immer wieder die n\u00f6tigen Schritte zu gehen, um den ganz pers\u00f6nlichen Traum voranzutreiben. Ein Mut, den ich wohl aus meiner gro\u00dfen Liebe zum M\u00e4rchen sch\u00f6pfe, in dem dem findigen Helden am Ende das Gl\u00fcck winkt und wo Tr\u00e4gheit nie zum Ziel f\u00fchrt. Sehr passend ist dazu das folgende Zitat von Martin Walser:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Man muss nur den n\u00e4chsten Schritt tun. Mehr als den n\u00e4chsten Schritt kann man \u00fcberhaupt nicht tun. (&#8230;) Wenn du ihn tust, brichst du nicht zusammen, sondern f\u00fchlst dich gest\u00e4rkt. (&#8230;) Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die F\u00fc\u00dfe.&#8220; (Martin Walser)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Also, f\u00fcr alle, die von einem Leben als Freiberufler tr\u00e4umen: Nicht blindlings losrennen. Informiert euch. Vernetzt euch. Kontaktiert die Berufsverb\u00e4nde. Tastet euch vor. Ein lebendiger Traum inspiriert, und mit dem n\u00e4chsten Schritt ergibt sich ein neuer Blickwinkel. Nur gehen muss jeder selbst. Und nach dem Stolpern wieder aufstehen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrer\u00a0Blogparade \u201eSprung ins Ungewisse\u201c\u00a0fragt meine Kollegin Sandra Kathe, wie andere freiberufliche \u00dcbersetzer den Start geschafft haben. Das bringt mich auf die Idee, meinen ersten Post zu diesem Thema auszubauen. Wie ich ganz konkret angefangen habe, findet sich in\u00a0Teil 1\u00a0meiner Serie mit\u00a0Tipps f\u00fcr angehende Literatur\u00fcbersetzer. Lebe deinen Traum! 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